Forderungen an die Architektur

In seinem terrestrischen Manifest erörtert Bruno Latour die geo-soziale Frage des 21. Jahrhunderts, die sich aus den Entwicklungen der Moderne ergeben hat.
Der Glaube, die Natur überwinden zu können führte zu einer Differenzierung zwischen Natur und Gesellschaft. Diese unreflektierte Modernisierung hat unsere Welt in ein massives ökologisches Ungleichgewicht gestürzt. Mit dem zunehmenden Bewusstsein, dass dadurch unübersehbare Risiken entstehen, rückte die Erde wieder in das Zentrum des Diskurses. Es wird klar, dass eine Hinwendung zum Terrestrischen die klimatischen und umwelttechnischen, sowie gesellschaftlichen Herausforderungen zu überwinden vermag.
Mit der ökologischen Krise konfrontiert, stellen sich an jeden Teil des Systems neue Anforderungen, um eine zukunfsfähige Welt zu gestalten. Im Gespräch mit interdisziplinär agierenden Akteuren des Systems konnten wir aktuelle Aufgabenstellungen erörtern.
Sie bilden einen Teil der Forderungen, die die Architektur im Kontext der geo-sozialen Frage zu bewältigen hat.