kollektive Improvisation *updated*

und hier das überarbeitete Video:

Die Quellen und das Gespräch mit Sina Kaufmann helfen mir sich eine Gesellschaft vorzustellen wo alle Bürger in Einigkeit, Recht und Freiheit leben können. Mit dieser vorbildlichen Lebensweise möchte ich, dass Deutschland die europäischen Länder zu ähnlichen Umständen inspiriert und als eine sattelfeste Union die Emotionen weltweit verbessert.

Ferner wird in diesem Essay erläutert wie man die “Psychologie der Massen” (Buch von Gustave Le Bon) im Kontext meiner Arbeit anwenden und kritisch hinterfragen kann.

Für mich ist es wichtig wie man die Menschen mit meiner Vision und Idee erreichen kann. Dabei ist das WAS, also was konkret meine Utopievorstellung ist und wie ich sie mir im Detail soziologisch und politisch vorstelle, nicht so sehr von Bedeutung wie das WIE, also wie ich die Idee meiner näheren und ferneren Umgebung vermittle. Eine sinnvoll und gut gemeint ausformulierte Utopie wird nicht so wahrgenommen wenn sie von einer unauffälligen, schmächtigen und nicht charismatischen Person vorgestellt wird.

Um die breite Masse zu erreichen möchte ich primär Emotionen und Bilder propagieren, da sie laut Le Bon die Massen besser überzeugen als Vernunft und Logik. Le Bon ist außerdem der Meinung, dass sich eine Idee in eine Gesellschaft erst durchsetzt, wenn sie sich in eine gemeinsame Basis bzw. ein Gemeinschaftsverständnis einfügen lässt, das erzeugte Bild zu den herrschenden Vorstellungen passt und somit von der Masse akzeptiert wird.

Im Buch unterscheidet Le Bon die Massen nach Rassen (z.Z. Le Bons war dieser Begriff nicht so vorbelastet, da sein Werk im 19. Jhd. veröffentlicht wurde), also nach Religion, Herkunft und etc. In einer gut funktionierenden Gesellschaft ist die Masse immun gegen Beeinflussung. Bei unzusammenhängenden Massen fällt die Beeinflussung leichter. Diese Aussage Le Bons ist bezeichnend, da die gegenwärtige innenpolitische Lage Deutschlands das Volk spaltet und ich darin eine Chance sehe das Land nachhaltig zu prägen.

Dafür ist es wichtig die unzusammenhängende Masse nach gleichen Interessen zu richten. Wie zum Beispiel in der Jazzmusik, die auch den Begriff der kollektiven Improvisation verwendet, spielen alle Instrumente im selben Takt trotz verschiedener Klänge. Das kann man als Metapher verwenden mit der man sich letztendlich vorstellen kann, wie eine Gesellschaft sublimiert egal in welche Richtung.

Le Bon erläutert dazu eine praktische Anwendungsmöglichkeit. Beschränkte Persönlichkeiten, die die positiven Aspekte in der Welt betonen und danach leben, mit starker innerer Überzeugung sind am besten geeignet um charismatisch die Massen mitzureißen. Dieses Modell sieht offensichtlich einen Anführer vor, der die Vielzahl von Personen, die etwas verbindet, den Weg vorweist.

An der Stelle kann man die Aussage Le Bon´s hinterfragen, da wir in jenem Zeitgeist leben, wo Demokratie unser System ist. Wiederrum ist das gegenwärtige System fragwürdig, da im Bundestag nahezu ausschließlich Menschen mit hohem Bildungsgrad sitzen die offensichtlich ihr Abitur absolviert haben. Wieso vertreten z.B. Menschen aus der Arbeiterklasse ebendiese nicht, sie wären die idealen Vermittler für das Proletariat. Ist das System fähig komplexe Inhalte für jedermann verständlich zu kommunizieren? Oder braucht es unbedingt eine obskurantistische Elite, die mit guten Absichten handelt?

Ich sehe Potenzial darin weiter zu forschen, “wie” man eine Vision/eine Utopievorstellung kommuniziert.