Andreas Spiegl

Andreas Spiegl (*1964) studierte Kunstgeschichte an der Universität Wien. Seit 1990 unterrichtet er am Institut für Kunst- und Kulturwissenschaften an der Akademie der bildenden Künste Wien. Dort übernahm er 2003 das Amt des Vizerektors für Lehre und Forschung. Daneben arbeitet er als Kurator und Kunstkritiker. Zahlreiche Publikationen zu Kunst, Kunst- und Medientheorie wurden von ihm verfasst. 

Lehrinhalte:

Seine Lehrveranstaltungen beschäftigen sich mit der Medientheorie. Es werden Ausstellungen, Projekte, Institutionen und künstlerische Texte analysiert und besucht.

Im Fokus steht die medientheoretische Entwicklung im historisch-räumlichen Rahmen und der identitätspolitische Einfluss der Medien auf das Individuum und dessen Position und Vorstellungen innerhalb der Gesellschaft.

Publikationen:

  • Other Than Yourself. An investigation between inner and outer space

Als Ausgangspunkt nimmt diese Veröffentlichung die paradoxe Natur des Selbst anhand von Arbeiten ausgewählter Künstler*innen.

  • Alfons Schilling, Artist and Visual Thinker
  • Silvia Ederer: light shapes the Shadow
  • Veronika Dirnhofer
  • Prospect: Office for Cognitive Urbanism
  • Birgit Graschopf: Oberflächentiefe
  • Daniela Brahm: Join
  • Ulrike Königshofer: On Perception
  • Elke Gaugele, Jens Kastner: Critical Studies, Kultur- und Sozialtheorie im Kunstfeld, Beitrag: “Medientheorie”

Ausstellungen | Projekte:

Andreas Spiegl kuratierte die Veranstaltungsreihe “Biennale Lectures” des österreichischen Pavillons der Biennale Arte in Venedig 2019. Ziel war es, die Biennale als Institution in Form von Vorträgen von Wissenschaftler*innen und Künstler*innen zu erörtern und zur Diskussion zu stellen.

Er gründete 1999 zusammen mit Christian Teckert und Christof Schlegel das Office for Cognitive Urbanism / OCU als transdisziplinäres Label in Wien. Es beschäftigt sich mit der Wahrnehmbarkeit bzw. Bildpolitik des urbanen Raumes, der durch Blickregime wie Mobiltelefone oder TV-Programme geregelt wird und welche Konsequenzen das für Subjekt- und Raumvorstellungen mit sich bringt. Vermutlich ist das OCU nicht mehr aktiv, die letzte auffindbare Publikation ist aus dem Jahr 2008.

Im Rahmen seiner Arbeit am OCU realisierte er Ausstellungsprojekte wie “STUDIOCITY – der mobilisierte Blick” im Kunstverein Wolfsburg 1999, “SCREENCLIMBING – Vormoderne Körper in nachmodernen Räumen”  im Kunstverein Hamburg 2000, “LAST MINUTE” in der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig 2006 sowie „manifeSTAtion“ im Rahmen der Manifesta7 2008. 

Stoffwechsel – Ökologien der Zusammenarbeit ist ein transmediales Forschungsprojekt, bei welchem Andreas Spiegl mitwirkte. Es soll die Entwicklung von alternativen Arbeitssituationen und Kollaborationen unterstützen. Im Juli 2016 wurden in Form einer öffentlichen Werkstatt zusammengeführt und in Austausch getreten. Die Prozesse bilden die Baustoffe für eine organisch wachsende Plattform als Entwurf einer Ökologie der Zusammenarbeit. 

Wir vertrauen der Freundschaft zwischen Kunst und Philosophie und glauben an Kollaborationen, die nicht primär durch ein effizientes Warendenken geprägt sind. In dem wir die Gedanken von Kunst als Lebenspraxis und als Sichtweise auf die Welt vertiefen, wollen wir Tendenzen entgegenwirken, welche künstlerische Praktiken immer mehr dem neokapitalistischen Markt einverleiben.

Wir beschäftigen uns mit unterschiedlichen Existenzen – Menschen, Pflanzen, Tieren, nichtbelebter Natur – und ihren Handlungsfähigkeiten. Wir wollen die Zwischenräume von Natur / Kultur / Technik ausloten und der Beziehung zwischen Subjekt und Objekt neu begegnen.

Quellen:

http://www.stffwchsl.net/mitwirkende/gaeste/andreas-spiegl/
https://biennalearte.at/de/biennale-lectures/
http://www.christianteckert.at/practice/?tx_teckertprojects_teckertprojects%5Bpartner%5D=2&cHash=d399bd29252fef286750b69815eb22db
https://www.bookdepository.com/Alfons-Schilling-Andreas-Spiegl/9783903153011?ref=grid-view&qid=1587464015921&sr=1-6
https://link.springer.com/book/10.1007%2F978-3-658-10412-2
https://www.akbild.ac.at